Wanduhr in einer deutschen Wohnung mit Blick auf eine herbstliche Straße

Zeitumstellung 2027: Wann werden die Uhren umgestellt und wird sie abgeschafft?

Am Sonntag, dem 28. März 2027, springt die Uhr in Deutschland von 1:59:59 Uhr direkt auf 3:00:00 Uhr. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr fällt aus.

Wer einen frühen Zug erreichen muss oder am Sonntagmorgen arbeitet, sollte sich den Termin vormerken. Im Oktober passiert das Gegenteil: Die Uhren werden zurückgestellt.

Seit Jahren wird in der Europäischen Union über die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung diskutiert. Das Europäische Parlament hat bereits 2019 grundsätzlich dafür gestimmt. Dennoch steht auch für 2027 wieder ein Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit im Kalender.

Wann ist die Zeitumstellung 2027?

In Deutschland werden die Uhren 2027 an zwei Sonntagen umgestellt:

  • Sonntag, 28. März 2027: Um 2:00 Uhr werden die Uhren auf 3:00 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit beginnt.
  • Sonntag, 31. Oktober 2027: Um 3:00 Uhr werden die Uhren auf 2:00 Uhr zurückgestellt. Die Winterzeit beginnt.

Die Europäische Kommission hat diese Termine im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Umstellung erfolgt in allen EU-Mitgliedstaaten zum selben Zeitpunkt, aber wegen der Zeitzonen nicht überall zur gleichen Ortszeit. Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union.

Wird die Zeitumstellung 2027 abgeschafft?

Nach dem Stand vom 17. Oktober 2026 gibt es keinen EU-Beschluss, der die Zeitumstellung für 2027 abschafft.

Die Europäische Kommission schlug 2018 vor, die zweimalige Umstellung pro Jahr zu beenden. Das Europäische Parlament sprach sich im März 2019 grundsätzlich dafür aus. Der Rat der Europäischen Union hat jedoch bislang keine gemeinsame Position gefunden. Ohne eine entsprechende Gesetzesänderung bleiben die geltenden Regeln bestehen.

Quelle: Rat der Europäischen Union: Seasonal clock changes.

Warum hat die EU noch keine Entscheidung getroffen?

Die Mitgliedstaaten müssen sich darüber verständigen, welche Zeit künftig gelten soll und wie ihre Entscheidungen auf Nachbarländer wirken. Bei einer dauerhaften Sommerzeit würde es im Winter morgens später hell. Bei einer ganzjährigen Normalzeit würde es im Sommer abends nach der Uhr früher dunkel.

Für grenzüberschreitende Züge, den Handel und Arbeitszeiten ist die Abstimmung der Zeitregeln wichtig. Unterschiedliche nationale Entscheidungen könnten die Planung erschweren.

Im Februar 2026 gab die Europäische Kommission eine neue Folgenabschätzung in Auftrag. Nach einem Ratsdokument vom Juni 2026 wurde der Abschluss der Untersuchung bis Ende 2026 erwartet. Eine Studie ist allerdings noch kein Beschluss zur Abschaffung.

Quelle: EU-Ratsdokument vom 3. Juni 2026.

Was bedeutet die Umstellung für Schlaf und Alltag?

Ende März fällt eine Stunde in der Nacht aus. Wer zur gewohnten Uhrzeit aufsteht, kann dadurch weniger Schlaf bekommen. Ende Oktober wird die Uhr zurückgestellt. Dann dauert die Nacht nach der Uhr eine Stunde länger.

Wer nachts arbeitet oder reist, sollte besonders aufmerksam sein. Bei der Umstellung im Oktober kommt 2:30 Uhr zweimal vor. Für Termine während dieser Stunde muss deshalb klar sein, welche der beiden Uhrzeiten gemeint ist.

Smartphones und viele vernetzte Geräte passen die Uhrzeit bei aktivierter automatischer Zeiteinstellung selbst an. Manche Wanduhren und ältere Geräte müssen von Hand umgestellt werden.

Findet die Zeitumstellung weltweit statt?

Nein. Eine weltweit einheitliche Zeitumstellung gibt es nicht. Manche Länder ändern die Uhrzeit überhaupt nicht. Pakistan verwendet beispielsweise ganzjährig dieselbe Zeit.

Während der deutschen Winterzeit ist Pakistan Deutschland vier Stunden voraus. Während der deutschen Sommerzeit beträgt der Unterschied drei Stunden. Wenn es in München um 12 Uhr mittags ist, ist es in Karachi also je nach Jahreszeit 16 oder 15 Uhr.

Die USA stellen ihre Uhren ebenfalls um, aber an anderen Terminen als die EU. Vor internationalen Videokonferenzen lohnt sich deshalb ein Blick auf den aktuellen Zeitunterschied.

Warum wurde die Sommerzeit eingeführt?

Deutschland führte die Sommerzeit erstmals 1916 während des Ersten Weltkriegs ein. Ein wichtiges Motiv war die Hoffnung, Energie einzusparen. Nach Änderungen und längeren Unterbrechungen wurde die Sommerzeit 1980 wieder eingeführt.

Heute schreibt die EU-Regelung den Beginn am letzten Sonntag im März und das Ende am letzten Sonntag im Oktober vor. Wie viel Energie die Umstellung tatsächlich spart, ist umstritten. Längere helle Abende können den Stromverbrauch verändern, doch auch das Heizen spielt eine Rolle.

Ist die Zeitumstellung 2027 damit endgültig sicher?

Die geltende EU-Regelung sieht beide Zeitumstellungen für 2027 vor. Eine spätere Gesetzesänderung ist grundsätzlich möglich, müsste aber das erforderliche Verfahren durchlaufen. Bis dahin sind der 28. März und der 31. Oktober 2027 die maßgeblichen Termine.

Weitere Beiträge über Alltag und Regeln in Deutschland finden Sie in unserem Living in Germany Guide.

Häufige Fragen zur Zeitumstellung 2027

Wann wird die Uhr im März 2027 umgestellt?

Am Sonntag, dem 28. März 2027. Um 2 Uhr werden die Uhren auf 3 Uhr vorgestellt.

Wann beginnt die Winterzeit 2027?

Am Sonntag, dem 31. Oktober 2027. Die Uhren werden um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.

Wird die Zeitumstellung 2027 in Deutschland abgeschafft?

Stand 17. Oktober 2026 gibt es keinen entsprechenden EU-Beschluss. Die bisherigen Regeln gelten weiterhin.

Welche Zeit ist die Normalzeit in Deutschland?

Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) ist die Normalzeit. Die Sommerzeit heißt Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).

Müssen alle Uhren von Hand umgestellt werden?

Nein. Smartphones und viele vernetzte Geräte übernehmen den Wechsel normalerweise automatisch. Bei analogen Uhren ist häufig eine manuelle Umstellung nötig.

Redaktioneller Stand: 17. Oktober 2026. Grundlage sind die geltende EU-Regelung und die veröffentlichten Termine für 2027.

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